Ein erstmal letzter Weg durch Brasilien

Nach zwei Wochen Urlaub in Lebon Régis schultern wir unsere Rucksäcke, verpacken die Lebensmittel und machen uns so mit einer Tasche mehr auf den Weg. Unser Host fährt uns noch eine Stadt weiter und dann geht es für uns los. Hier sieht es aus wie im Allgäu im Sommer. Grün, fruchtbar und gerade ist Zeit für die Apfelernte. Plakate, die für die Biermarken Zillertal, Holzbier und Eisenbahn werben, am Straßenrand…

City without horizon

Wir stehen im 23. Stock am Fenster. Lichter und Leute auf dem Platz vor dem Haus und Hochhäuser bis ins Nichts. Ja, tatsächlich. In dieser Stadt gibt es keinen Horizont. Nirgendwo. Am ersten Abend merken wir, die drei geplanten Tage sind zu wenig. Die Stadt fesselt uns von den ersten Stunden an. Wir fühlen uns bei unserem Host sofort zuhause. Uns wird die Wohnung gezeigt, die Katze stellt sich vor…

Eine Stadt aus vielen Städten

Über Rio zu schreiben ist wahnsinnig schwierig, es ist keine überschaubare Stadt, mit einem Stadtviertel, vielleicht noch einem Univiertel mit etwas mehr Subkultur. Rio erstreckt sich nicht von einem Mittelpunkt, nicht mal auf einer Fläche. Von überall sieht man im Hintergrund grüne Hügelkuppen, die einzelnen Stadtviertel in den Tälern dazwischen. Man bekommt in ein paar Tagen kaum ein Gefühl für die Stadt und obwohl wir insgesamt eine Woche da waren,…

Durch grüne Hügel

Verschwitzt stehen wir mit unseren Rucksäcken an der staubigen Straße, ein letztes Mal der Weg von dem Festival nach Piata und für uns dann weiter nach Rio de Janeiro. Natürlich warten noch viele andere auf einen Lift in die Stadt. Es bieten auch ein paar Autos einen Shuttleservice an, das Geld wollen wir uns sparen, wir haben ja Zeit. Für die gesamte Strecke rechnen wir mit mindestens fünf Tagen.Also sitzen…

Lange an einem Fleck im Nirgendwo

Unsere Kleidung riecht nach Lagerfeuerrauch, als wir am nächsten Morgen im Zelt in diesem märchenhaft verwurzelten Wald aufwachen und zum ersten Mal bei Tageslicht das Gelände anschauen, auf dem in einem guten Monat das Psy-Festival Ressonar stattfinden soll. Wir haben nach einem Ort gesucht, an dem wir länger bleiben können, arbeiten und die unendlich schöne Natur in der Nähe des Chapada Diamantina Nationalparks genießen. Anfangs sind wir zu fünft, zwei…

Vom Meer in die Berge

Schlange stehen, warten, bis die Grenzbeamten auf’s Schiff kommen. Mit einer Stunde Verspätung ist es dann soweit und wir bekommen unseren Stempel in den Pass. Neunzig Tage Brasilien, bei denen wir jetzt schon ahnen, dass wir sie voll ausnutzen werden. Bis zum 27. Februar 2020 haben wir Zeit das Land zu erkunden. Endlich runter vom Schiff, mit dem Shuttle zu einer Gepäckkontrolle, in der unsere Rucksäcke nicht kontrolliert werden und…

Über den Atlantik

Wir reisen ohne Flugzeug. Zum einen, und das ist der Hauptgrund, weil wir den Weg wirklich erleben wollen. Wir wollen ein Verständnis für die Menschen im Land bekommen. Nicht nur Orte besichtigen, die als ‘sehenswert’ bekannt sind, sondern uns auf ein Land, eine Region einlassen. Überall Menschen treffen, Begegnungen machen, die uns sonst vielleicht verwehrt bleiben. Beeindruckende Plätze endecken und die Änderung in der Landschaft bemerken. Man plötzlich in einem…